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IfM-Fakultät aus Wissenschaft und Wirtschaft

Das IfM steht auch für die hervorragenden Dozenten und Trainer und die gute Zusammenarbeit mit den TeilnehmerInnen. Akademische Lehrbeauftragte und Praktiker aus der Wirtschaft gewährleisten kompetenten Transfer von aktuellen Expertenwissen mit hohem Praxisbezug in den Studienprogrammen am IfM. Hier stellen wir Ihnen einige unserer Lehrenden in Kurzinterviews näher vor.

Mag. Dietmar Karner
Lehrender für Marketing & Vertrieb am IfM

Karner Dietmar
Sie sind ein Markenmensch, haben u.a. die Chips-Marke Crunchips populär gemacht. Was sind die entscheidenden Faktoren für den Erfolg einer Marke? 
Kontinuität und Disziplin. Jede Marke besitzt einen sog. Markenkern. Den Markenkern bilden Eigenschaften und Werte, die die Marke eindeutig von anderen Marken differenzieren. Hat man diese Eigenschaften und Werte einmal gefunden, dann sollte man sie, quasi mantraartig, wiederholen und jegliche Kommunikation über oder mit der Marke sollte auf diese Eigenschaften und Werte einzahlen. Nicht nur über ein paar Wochen oder Monate, sondern das ganze Markenleben lang – eben kontinuierlich. Und von diesem Weg nicht abzuweichen, erfordert einfach Disziplin.
Welche Kernbotschaft geben Sie Ihren Studenten am IfM mit?
Marketing ist keine Wissenschaft! Es gibt so unendlich viele Spielarten Produkte oder Dienstleistungen anbieten zu wollen, dass es eben nie DEN einen Weg zum Erfolg geben kann. Da haben es die Mathematiker oder Physiker „leichter“. Wenn man dort einmal den Weg zu einem Ergebnis gefunden hat, dann ist dies immer wieder reproduzierbar. Das ist Wissenschaft, beim Marketing gilt dies eben nicht.
Wie entspannen Sie am besten?
Je älter ich werde, desto wichtiger wird Entspannung für mich. Sanftes Yoga ist für mich genial. Und ich laufe gerne, nicht allzulange, aber gerade so lange, dass ich abschalten kann und nachher das gute Gefühl habe, etwas für Körper (viel) und Geist (wenig) gemacht zu haben.

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Leopold Hamminger, MA
Lehrender für Mathematik & Statistik am IfM

Sie haben einige Jahre im afrikanischen Ausland, u.a. in Kenia, Sierra Leone, Senegal, Ghana, Liberien für die UN verbracht. Was hat Sie dort am meisten beeindruckt, wie lernt Afrika?
Ich habe Afrika als einen riesigen Bildungsmarkt kennen gelernt. Private Haushalte geben für Schule und Bildung allgemein einen für uns unvorstellbar hohen Anteil am Einkommen aus. In den meisten Ländern zählt man nicht die Arbetislosen, sondern die Erwerbstätigen; Bildung wird daher als Schlüssel für einen Arbeitsplatz gesehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass bspw. die Oberschicht in Kenia pro Kind etwa 30.000€ für drei Jahre Kindergarten und 150.000€ bis zur Matura ausgibt, das englische Privatschulensystem ist dort fest etabliert. Da sind weitere 30-50.000€ für ein Bachelor, häufig Masterstudium selbstverständlich - auch für sehr gut Verdienende viel Geld. Von den älteren Kindern wird nach Eintritt ins Berufsleben erwartet, dass sie zur Ausbildung der jüngeren beitragen, sodass eine erfolgreiche Ausbildung zur Ehrensache für die ganze Familie wird. Bevorzugt werden die guten britischen und US-Amerikanischen Universitäten, aber auch japanische, deutsche und russische Universitäten werden gewählt. Dagegen steckt die Erwachsenenweiterbildung noch in den Kinderschuhen und wird erst jetzt - länderunterschiedlich stark - ausgebaut.
Sie sind Experte für aktuelle Themen wie z.B. eCommerce. Wohin geht der Trend?
Wer das wüsste, würde bald viel Geld verdienen... Aus meiner Sicht werden Anbieter von klar unterscheidbaren Handelsmarken im B2C (Business to Consumer) - Bereich die Nase vorn haben. Bei den Konsumgütern sind Kunden schon jetzt nicht mehr bereit, viel Kaufaufwand zu betreiben, vor allem für den Erwerb von Convenience-Gütern, das kommt dem Online-Handel zugute. Sogenannte Shopping-Güter - das sind solche, die weniger häufig gekauft werden, bspw. Möbel - werden ebenfalls in diese Kategorie rutschen, wenn Konsumenten immer weniger Kaufaufwand betreiben wollen (im Marketing: geringeres Involvement). Wie erwähnt könnte das durch die Etablierung von unterscheidbaren Handelsmarken geschehen, wie es teilweise schon bei Anbietern von Selbstzusammenbau-Möbel der Fall ist. 
Im Bereich B2B (Business to Business) spielt Datensicherheit eine wesentlich größere Rolle als im Privatbereich, auch wenn das Verständnis dafür bei KMUs noch immer nicht ausreichend angekommen zu sein scheint. Um das hochgehypte Industrie-4.0 - Konzept, das auf Cloudlösungen basiert, ist es etwas ruhiger geworden. Grund dafür sind wohl die aktuellen Ereignisse, die uns zeigen, dass anscheinend so gut wie alle ins Internet gelagerte Datenbanken gehackt werden können. Vielleicht hilft ein Ausbau von Intranetlösungen, bei denen Daten nur zwischen den teilnehmenden B2B - Unternehmen zugänglich sind.
Stichwort Lebenslanges Lernen: Welche Fähigkeit sollte man nie „verlernen“?
Es hört sich vielleicht trivial an, aber ich meine, das ist die Fähigkeit zum Lernen selbst. Wir können nicht nur im formalen Bildungsbereich lernen, sondern auch im sogenannten informellen. Das können Alltagssituationen im beruflichen oder privaten Umfeld sein. Um Watzlawick zu strapazieren, wir können gar nicht "nicht-lernen". Wichtig ist die Fähigkeit dies zu erkennen und bewusst jede Gelegenheit zu ergreifen, die sich uns bietet.
1Hamminger

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Assoc. Prof. Dr. Ahu Genis-Gruber
Lehrende für Interkulturelles Management am IfM

Ahu Genis Gruber
Was schätzen Sie an der Lehrtätigkeit am IfM?
Das Besondere am IfM ist die Möglichkeit mit einer sehr gemischten Gruppen an Teilnehmern aus den verschiedensten Ländern mit unterschiedlichem beruflichen Hintergrund in einer sehr professionellen Umgebung zu arbeiten. Die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmer bereichern den Kontext der Kurse und ermöglichen neue Einsichten und Herangehensweisen, um effiziente Strategien zu entwickeln und die kulturellen Hürden zu meistern. Deshalb sind es keine rein auf Theorie basierenden Kurse, sondern ein dynamisches Konzept als Kombination von Theorie und Praxiserfahrung, um für verschiedenste Geschäftsbereiche passende Echtzeit-Ansätze gemeinsam zu entwickeln.
Sie beschäftigen sich viel mit der Erschließung neuer Märkte. Woran forschen Sie gerade?
Ich forsche gerade an effizienten Kommunikationsmethoden und erfolgreichen Strategien zur Markterschließung. Dabei konzentriere ich mich auf Geschäftseintrittsmodelle für unterschiedliche Märkte zur kulturüberreifenden Anpassung des Management; Segmentierung von neuen Märkten und Cluster-Strategien für Firmen, um nachhaltige Leistungsfähigkeit zur erreichen.
Sie sind vor über einem Jahr von der Türkei nach Österreich gezogen. Wie unterscheidet sich das Leben in Oberösterreich zur Ihrem Leben in der Türkei?
Ich sehe mich als weltoffener Bürger und habe verschiedene Abschnitte meines Lebens abwechselnd in Österreich bzw. der Türkei verbracht. Daher sind mit die Unterscheide von Lebensstil und Kultur aus beiden Regionen sehr vertraut. Diese Vielfalt zwischen Wien, Ankara und Linz, in denen ich bis jetzt gelebt habe, sind nicht nur in der Größe der Städte aber auch deren Puls sehr unterschiedlich. Die kulturellen Besonderheiten zu kennen und erlebt zu haben, ermöglichen es mir, diese als Bereicherung und Erfahrungen in die IfM-Kurse einzubinden.

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Mag. Dr. Gerold Weiß, MBA
Lehrender für Entrepreneurship am IfM

Welches (Start-Up)-Unternehmen würden Sie gerne gründen wollen?
Natürlich Runtastic. Ich war die ersten drei Jahre als Unterstützer live dabei und es war - beginnend von der Idee bis hin zum Startup Team und Zeitpunkt des Markteintritts - fast wie im Lehrbuch.
Welchen Karrieretipp würden Sie Ihrem 13-jährigen Ich heute mitgeben?
Schau auf Deine Talente, Neigungen und Stärken, baue sie aus und werde damit erfolgreich und mache nicht das, was andere denken, das für dich das Beste sei!
Global denken, lokal handeln! Welche Unternehmen beeindrucken Sie?
Und wieder: Runtastic! Weltweit erfolgreich und physisch in Pasching bei Linz sitzend. Einfach vorbildhaft.
Weiß Gerold
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Dr. Gabriele Hausmann, MBA
Lehrende für Unternehmensführung & Organisation, Personal Skills, Mitarbeiterführung am IfM

Hausmann
Kommunikation - Recht - Psychologie: Ihr beruflicher Werdegang ist vielseitig. Welchen Karrieretipp würden Sie Ihrem 14-jährigen Ich heute mitgeben?
Etwas anfangen, was zur Person passt und Freude macht, ohne die Überlegung, dass diese Tätigkeit den Rest des Lebens passen muss. Neue Wege ergeben sich immer wieder und die Entscheidung für einen Beruf oder eine Ausbildung ist nur ein Puzzleteil auf dem beruflichen Lebensweg. Trotzdem fügt sich meist alles harmonisch zusammen und alles hat seine Zeit.
Sie haben viel Erfahrung in Human Resources und der Beratung von Organisationen und Personen. mit welchen Eigenschaften kann man Sie beeindrucken?
Mit Ehrlichkeit und Authenzität. Abschreckend sind aufgesetzte Antworten und der Versuch das Erwünschte vorzubringen. Wer sich selbst ehrlich präsentiert, wirkt wesentlich überzeugender und meist merkt man auch ganz schnell, was jemand nicht zu zeigen versucht. Der "Tag der Wahrheit" kommt in jedem Fall und Verstellen auf Dauer funktioniert nicht bzw. bringt es keinen Vorteil in der Arbeitsbeziehung.
Was schätzen Sie an Ihrer Lehrtätigkeit am IfM?
Die Freiheit wissenschaftliche Grundlagen mit der Praxis zu kombinieren, das Engagement der Studierenden und deren berufliche Erfahrung und das gute Klima in der Kooperation mit der professionellen Unterstützung. So macht Arbeiten Spaß!

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Assoz. Univ. Prof. Dr. Katharina Hofer
Lehrende für Social Media & Marketing am IfM

Was steht auf Ihrer Visitenkarte?
Assoz. Univ. Prof. Dr. Katharina Hofer
Leitung der Abteilung Marketing for Emerging Markets
Was ist das Coolste/Spannendste an Ihrem Beruf?
Hier gibt es eine Reihe von spannenden Aspekten, z.B. die Zusammenarbeit mit Kollegen auf der ganzen Welt und die Vorstellung von Forschungsergebnissen bei Konferenzen auf allen Kontinenten. Zudem schätze ich die Zusammenarbeit mit meinen Studenten, die neue Sichtweisen auf ein Thema bzw. ihre vielfältige Erfahrung aus der eigenen Berufspraxis einbringen.
Sie haben viel Auslanderfahrung, lebten unter anderem in Buenos Aires. Was hat Sie dort besonders geprägt?
Die Auslandsaufenthalte waren sehr bereichernd für die Entwicklung der Persönlichkeit, die Bildung einer offenen Einstellung sowie das Erlernen von flexiblem Handeln. Es is aus meiner Sicht sehr wichtig zu erfahren, wie in anderen Ländern und Institutionen gearbeitet wird. Ich versuche immer, mir positive Aspekte mitzunehmen und in mein Leben und Arbeiten zu integrieren, insofern konnte ich von allen Auslandsaufenthalten stark profitieren.
Hofer FB klein

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Prof. Scott Moeller, BA, MA, MBA
Lehrender für Mergers & Acquisitions am IfM

Moeller Scott
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Einen typischen Arbeitstag im Leben gab es eigentlich nie. Weder während meiner 20-jährigen Laufbahn als Investment Banker in New York, Tokio, Frankfurt und London, noch als Akademiker. Es kann passieren, dass ich am Vormittag Studenten unterrichte und ihnen zeige wie ihre Forschung Relevanz für die Wirtschaft bekommt, am Nachmittag ein Interview für das Wall Street Journal gebe oder für Experten-Talks im Londoner Finanzzentrum Canary Wharf bin und am Abend nach Dubai fliege.
Sie waren erfolgreich in der Wirtschaft als Investment Banker tätig & beschäftigen sich mit Fusionen und Übernahmen. Was können Studenten für ihren beruflichen Alltag daraus lernen?
Ich gebe meine Erfahrungen aus Theorie und Praxis mit  Hands-on-Mentalität an meine Studenten weiter: Dabei berichte ich aus meinem Berufsalltag an der Börse, erzähle über Deals und gebe Tipps, worauf es im Finanzbereich wirklich ankommt. Diese Methode habe ich einst selbst an der Yale University School of Management im Rahmen meiner MBA-Ausbildung genossen.
Von Yale über London zum IfM: Was schätzen Sie am Standort Salzburg?
Warum Österreich, warum Salzburg? Ganz einfach, ich komme nicht nur wegen des IfM gerne nach Salzburg, sondern auch zum Skifahren nach Kaprun. Dort treffe ich mich mit meinen vier Kindern zum Gletscherskifahren oder Golfen (mein jüngster Sohn ist übrigens besonders talentiert darin).
Aber auch das IfM ist besonders für mich. Anders als in der Cass Business School in London (wo ich im 30. Stock unterrichte) genieße ich hier den Ausblick von Schloss Leopoldskron auf die Berge und den Weiher.

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DI Gerald Moser, MBA
Lehrender für Strategisches Management am IfM

Sie haben eine vielseitige Ausbildung, von der BOKU in Wien, einem Studium in Los Angeles bis hin zum (Immobilien)-Projektentwickler in Salzburg. Was war bisher die spannendste berufliche Herausforderung?
Die größter Herausforderung birgt ein anspruchvolles Immobilien-Projekt. Es ist eigentlich eine komplizierte Management Aufgabe. Diese dann professionell, langfristig tragfähig und nutzbringend zu lösen, führt mich zur größten beruflichen Befriedigung.
Stichwort Strategisches Management: Welche Praxis-Tipps geben Sie Ihren Studenten am IfM mit?
Bei allem operativen Druck im beruflichen Alltag sollte man sich trotzdem regelmäßig Auszeiten nehmen um über "Strategisches" nachzudenken. Es kann unglaublich viel bewirken, wenn man von Zeit zu Zeit simple Fragen wie "warum?", "wann?" oder "wo?" beantwortet.
Die Anforderungen an die Berufswelt verändern sich immer öfter. Welche drei Ratschläge würden Sie heute Ihrem 14-jährigem Ich mitgeben?
1. Versuche die für Dich beste Ausbildung zu kriegen!
2. Lass Dich von nichts und niemanden von Deinen Vorhaben abbringen!
3. Positiv denken und hartnäckig bleiben!
Moser Open Graph

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ao. Univ.-Prof. Dr. Jürgen Mühlbacher
Lehrender für Change Management am IfM
Mühlbacher Forschung & Entwicklung: Was sind die Megatrends der Zukunft?
Wann immer über Megatrends gesprochen wird, irrt mindestens die Hälfte der selbst-ernannten ExpertInnen. Darum bin ich hier sehr vorsichtig. Aber ich bin davon überzeugt, dass die Zukunft der Mobilität – wie immer diese aussehen mag (autonomes Fahren und eMobilität gehören jetzt ja schon fast zum Alltag) – unsere Gesellschaft enorm verändern wird. Reisen wird bequemer und Transporte noch kostengünstiger, zahlreiche Arbeitsplätze (bspw. Berufsfahrer) fallen weg und wir müssen uns überlegen, wie wir damit in Zukunft umgehen werden. Aus Unternehmersicht halte ich biotechnologische Produktionsverfahren für sehr interessant. Diese werden viel mehr verändern als bspw. 3D-Druck oder Industrie 4.0.

 Man hört nie auf zu lernen: Welche Fortbildung war für Ihre Karriere am prägendsten?
Ich bin ein überzeugter Empiriker. Mich prägt also vor allem der Dialog zwischen Theorie und Praxis. Nur eine dieser beiden Seiten (also bspw. eine klassische Fortbildung) hervorzuheben, würde in die Irre führen. Im Change Management lernt man auch, wie vergänglich die Begriffe „richtig“ und „falsch“ sind. Daher gilt es, jeden Tag seine Überzeugungen neu zu überprüfen.Deshalb liebe ich es, in berufsbegleitenden Programmen zu unterrichten. Hier ist man gefordert ständig neue Lösungsmöglichkeiten anzudenken. Manche kommen aus der Theorie, manche aus der Praxis – das prägt meine Arbeit sicher am stärksten.

 Drei Ratschläge an Ihr 14-jähriges Ich?
„Raus aus der Komfortzone! Und sei neugierig!“ Wenn man etwas verstehen will, hinterfragt man viel mehr und der Lernerfolg ist nachhaltiger.

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Dr. Christiane Steinlechner-Marschner, MA
Lehrende für Strategisches und Operatives Planspiel am IfM

Wirtschaft & Kunst sind ihre Steckenpferde: Wie kam es zu dieser ungewöhnlichen Kompetenzbündelung?
Nach meinem Studium der Handelswissenschaften arbeitete ich einige Jahre in einer internationalen Unternehmensberatung. Dabei konnte ich Einblicke in viele große Industrie- und Finanzdienstleistungsunternehmen gewinnen.

Für meine persönliche Entwicklung sah ich die Notwendigkeit, weiterhin offen und flexibel zu bleiben. Daher ging ich den Weg, mich in eine scheinbar komplett andere Richtung zu öffnen und absolvierte an der New York University den Master für Kunstmanagement. In der Begegnung mit Kunstschaffenden und Kreativen lernte ich, andere Perspektiven einzunehmen ohne jedoch notwendigerweise diese zu assimilieren.
Im weiteren Verlauf meiner beruflichen Tätigkeit verschränkte ich diese beiden Bereiche. Kunst und Kultur kann vielfach in das Management von profitorientierten Unternehmen integriert werden - wie im Rahmen der Mitarbeitermotivation, bei Kreativitätsprozessen oder im Eventmarketing. Aktuelle betriebswirtschaftliche Trends wie das Thema "Open Innovation" bestätigen die dringende Notwendigkeit von Unternehmen, sich zu öffnen und andere Perspektiven zuzulassen.

Welche Management-Power finden Sie am wichtigsten?
Die wichtigste Fähigkeit/Management-Power ist, Chancen zu erkennen und diese zu ergreifen. Dies gilt für vielerlei Ebenen - im Bereich der Business Developments als auch in der persönlichen Entwicklung. In unserem wirtschaftlich-kulturellem Umfeld haben wir gelernt zu analysieren, nicht unbedingt neue Wege zu gehen. Der aktuelle Hype rund um Start-Ups und Innovationsmanagement zeigt jedoch, wie wichtig neue Technologien und Herangehensweisen sind. Erfolgreiches Management bedeutet Möglichkeiten in alle Richtungen zu scouten und den Mut zu einer offenen Fehlerkultur zu haben.

Zeit ist kostbar: Wo entspannen Sie am besten?
Grundsätzlich bin ich ein sehr aktiver Mensch. Nichtstun liegt mir nicht sehr. Meine Wunschvorstellung wäre zwar, völlig ungestört, bei einem Glaserl Wein, ein gutes Buch zu lesen, doch das gelingt mir nur selten. Ich liebe Städtereisen in Verbindung mit Ausstellungs- und Kaffeehausbesuchen. Komplett entspannen kann ich mich im Alltag jedoch bei meinem täglichen Spaziergängen oder Ausritten mit Hund und Pferd.

Steinlechner Marschner

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Christian Dreyer, MSc, MBA

Lehrender für Entrepreneurship am IfM

Dreyer Christian
Sie sind ein sehr erfolgreicher Unternehmer. Warum unterrichten Sie zudem am IfM?
- weil ich beim Unterrichten meine guten und schlechten Erfahrungen als Unternehmer reflektieren kann.
- weil ich etwas weitergeben kann, was jungen Unternehmern hilft erfolgreich zu sein.
- weil der Kontakt zu Studenten und anderen Dozenten mein Netzwerk verstärkt und vielleicht Investmentmöglichkeiten eröffnet oder Talente liefert.
Welchen wichtigen Tipp aus der Praxis geben Sie Ihren Studenten mit?
Studium und Ausbildung sind eine extrem sinnvolle, aber nicht ausreichende Bedingung für Erfolg. Lernen hilft sehr, aber damit ist es nicht getan: am Ende muss man darauf aufbauend den nächsten Schritt wagen und neue Wege finden!
Forschung & Entwicklung: In welchen Branchen sehen Sie Potential?
In absolut allen Branchen! Aber ich empfehle auf lokale Kompetenz (viele Wettbewerber in unmittelbarer Nähe) zu schauen und die eigenen Stärken (Branchenkenntnis) zu nutzen.