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Diplomarbeit - Bachelor-Thesis - Master-Arbeit

"Worauf es beim Schreiben der wissenschaftlichen Abschlussarbeit bei einem Studium wirklich ankommt"

Der IfM-Leitfaden für das Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten gibt das formale Regelwerk vor. Aber wie geht man die Arbeit an? Wie setzt man das Thema um, wie hält man durch und bringt die Abschlussarbeit zu seinem Bachelor-Studium oder Master-Studium schließlich zu einem erfolgreichen Ende?

Die wichtigsten Grundregeln, die sie für das gute Gelingen und erfolgreiche Schreiben der Diplomarbeit brauchen: Praxis-Tipps von Studierenden und Ratschläge einer erfahrenen Dozentin und Betreuerin am IfM.

Sich einen realistischen zeitlichen Rahmen setzen. "Für mich war es extrem wichtig, mir neben Familie und Beruf Freiräume zu schaffen, um konzentriert und fokussiert an meiner Abschlussarbeit für mein Studium arbeiten zu können. Auch über den Startpunkt der Diplomarbeit sollte man sich Gedanken machen. Zu lange Pausen zwischen den Abschnitten erschweren es, eine gut leserliche Arbeit zu schreiben."1

→ IfM-Dozentin: Der Zeitaufwand wird gerne unterschätzt und das Finale gelingt dann oft nicht so wie geplant. Es ist eher unrealistisch zu glauben, dass sich im allgemeinen Tagesablauf dafür zwischendurch Zeit findet. Hier hilft es, Arbeitszeiten wie Termine fix einzuplanen und diese dann auch zu nutzen. Sich im Zeitplan persönliche Meilensteine und Ziele zu setzen ist immer sehr hilfreich um die wissenschaftliche Abschlussarbeit in einem berufsbegleitenden Studium erfolgreich zu Ende zu bringen. 


Thema finden, definieren, eingrenzen.
"Die Hauptschwierigkeit lag für mich ganz klar in der Themenfindung", so eine Studentin, "auch über Umfang und die formalen Anforderungen musste ich mich erst informieren." Das IfM gibt den Studierenden seiner berufsbegleitenden Studien Bachelor, MBA und Doktoratsstudium/PhD hierfür das formale Regelwerk in die Hand. "Für die Themenfindung habe ich lange gesucht und mit Kollegen, die schon ein Studium fertig hatten gesprochen bis ich mich für ein Thema entschieden hatte."

→ IfM-Dozentin: Man sollte sich ein Thema suchen, das man auch wirklich bearbeiten möchte und das Interesse weckt - sowohl beim Autor als auch beim Leser der Diplomarbeit. Bachelor-Thesen oder Master-Thesen, die mit der eigenen Arbeitsrealtität kaum etwas zu tun haben, können zur echten Herausforderung werden. Daher ist es wichtig, ein Thema zu wählen, das wirklich "brennt". Wichtig dabei: einen Teilaspekt herausnehmen und bearbeiten, auch wenn damit nicht alle offenen Fragen beantwortet werden können. Wer zu sehr in die Breite geht, sprengt entweder den vorgegebenen Umfang oder bekommt kaum Qualität in der Tiefe, da viele Themenbereiche nur angerissen werden können. Mehr im Umfang heißt nicht automatisch besser in der Benotung, sonder eher, dass die Vorgabe nicht eingehalten wurde. Außerdem gelingt es auch eher selten, eine "ausgeuferte" wissenschaftliche Arbeit dann nachträglich wieder zu reduzieren.


Dem Text eine klare Struktur geben.
Hat man erst sein Thema gefunden, dann ist eines ganz besonders wichtig: "Von Anfang an den roten Faden definieren und ihn während des Schreibens beibehalten, ohne dabei den vorgegebenen Rahmen zu sprengen." Je klarer die Struktur, desto einfacher die Umsetzung: "Sehr hilfreich war für mich eine erste Grundstruktur mit einem groben Inhaltsverzeichnis, anhand diesem ich dann die Arbeit aufgebaut habe. Die fachkundige Meinung des Betreuers ist in teils nebulösen Phasen des Schreibens ein hilfreicher Anker", so die Erfahrung einer Studentin, "sehr wertvoll war für mich auch die unkomplizierte und zeitgerechte Kommunikation mit meinem Betreuer am IfM."

→ IfM-Dozentin: Erst die Struktur und dann die Literatur. Das Inhaltsverzeichnis ist das Skelett jeder Seminararbeit, Diplomarbeit, etc. und wird dann mit Inhalt befüllt. Wildes drauflosschreiben lässt sich im Nachhinein nur schwer in eine Form bringen. Thema eingrenzen und das Ziel der Arbeit klar definieren. Wichtig ist aber auch, Nicht-Ziele zu definieren: Was wird in dieser Arbeit nicht behandelt? Das hilft, Erwartungen von Anfang an klar zu stellen und sich selbst einzugrenzen.


Und sonst noch?

  • Erst der Aufbau dann der Inhalt
  • Programme oder Online Tools (wie beispielweise Mindmap oder Lucidchart Diagrams) helfen, eine optisch hilfreiche Struktur zu erstellen.
  • Hilfreich ist eine detaillierte Literaturrecherche vorab und anfängliche Bewertung der Quellen. Aktuelle Literatur verwenden. Wikipedia ist keine zitierfähige Quelle, weil ungeprüft.
  • Eigene Gedanken einbringen - fremde Gedanken erkennbar machen. Der Plagiatsfinder weiß genau, woher die Gedanken kommen, er zitiert sorgfältig und erstattet genau Bericht. Die Quellen sollten dem Leser auch zugänglich sein. Geheime, firmeninterne Dokumente sind dafür wenig geeignet.
  • Formale Vorgaben unbedingt einhalten. Auch das Formale zählt in der Benotung.
  • Ordentliche Literaturliste erstellen und auch Journale und Internetquellen zitieren.
  • Das Internet liefert eine Fülle an Informationen und nicht für jede Frage muss ein Buch gekauft werden. Verwendet werden darf alles was seriös und nachvollziehbar ist und einen wissenschaftlichen Anspruch erfüllt.
  • Wenn man mit der Arbeit angefangen hat, dranbleiben und durchziehen.
  • Auch Partnerinnen und Partner sind oft eine wertvolle Hilfe wenn sie die Arbeit gegenlesen. Konstruktive Anmerkungen helfen Unklarheiten zu beseitigen.
  • Auch wenn der "Feinschliff" und das Nachbearbeiten am Ende oft nur noch wenig Spaß macht - auch hier heißt es - durchhalten und erledigen. Je sorgfältiger man die Vorhgabe eingehalten hat, desto weniger wird formal zu korrigieren sein.

Im Rahmen der berufsbegleitenden Studium am IfM Salzburg, wird im Bachelor-Studium für Betriebswirtschaft eine Bachelor-Thesis verfasst und im Executive MBA in General Management eine Master-Thesis. Für die Betreuung der immer wieder sehr vielfältigen und interessanten Themen steht eine erfahrene Fakultät zur Verfügung, die beim Erstellen der wissenschaftlichen Arbeit zur Seite steht. Als Abschluss der Studien findet eine Defensio statt, wo die Arbeit präsentiert und verteidigt wird.





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Zitate im Fließtext sind anonyme Rückmeldungen aus Feedback-Bögen/persönliche Statements von Studierenden zum Thema "Worauf es beim Schreiben der Masterarbeit wirklich ankommt"